Artikel: Anschlussinformationen
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- Die chronologische Sortierung nach geplanter Abfahrtszeit, Produkt und Liniennummer helfen beim Erkennen des geplanten Anschlusses
- Eine Zusatzinformation gibt Planungssicherheit, ob und wie lange ein Anschluss wartet
- Ausfallende Anschlüsse werden intuitiv dargestellt und idealerweise mit Alternativen angezeigt
Basisdarstellung
Wenige Minuten vor Ankunft am nächsten Halt werden erreichbare Anschlüsse angezeigt. Mehrere Seiten werden geblättert.
Anschlussverbindungen werden meist über die geplante Abfahrtszeit oder die Kombination aus Produkt und Liniennummer identifiziert. Daher ist diese Information führend. Ebenso hilft zur Identifikation die produkttypische Farbgebung der Liniensignets, die mit der in anderen Medien verwendeten Farbe übereinstimmen sollte und somit erlernt werden kann.
Neben den Basisinformationen, wie Abfahrtszeit mit Prognose und Gleis bzw. Steig, kann die Liste bei entsprechender Datenverfügbarkeit mit weiteren Informationen angereichert werden.
Gibt es an einer Haltestelle keine Anschlüsse, wird weiterhin der Fahrtverlauf angezeigt. Bei Splitscreens können entweder auf beiden Seiten Anschlüsse angezeigt werden oder die Screenfläche wird aufgeteilt: Links der Fahrtverlauf und rechts die Anschlüsse. Letzteres empfiehlt sich vor allem bei kurzen Fahrtabschnitten.
Anschlussbewertung
Die Angabe einer Anschlussbewertung sorgt für mehr Planungssicherheit bei Fahrgästen. Sie basiert auf Wahrscheinlichkeiten oder trifft eine Aussage zum konkreten Dispositionsstatus.
Damit diese auch für Verkehre anderer Betreiber angezeigt werden kann, muss ein Datenaustausch zwischen den Dispositionssystemen stattfinden.
Die Anschlussbewertung wird alternierend zur Gleis- oder Steigangabe hinter den betreffenden Anschlüssen eingeblendet.
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Ausfallende Anschlüsse
Die Anzeige eines ausfallenden Anschlusses ist in der Fachwelt umstritten, da er per Definition dann kein Anschluss mehr ist. UX Research hat allerdings gezeigt, dass Fahrgäste diese Information hilfreich finden. Besonders wenn sie vor der Fahrt eine Verbindung mit genau diesem Anschluss ausgewählt haben, möchten sie diesen auch wiederfinden. Zusammen mit einer Information, ob er fährt oder ausfällt.
Ausfallender Anschluss mit Alternative
Sofern die Datenlage es zulässt, sollte bei einem Ausfall eine Alternative angegeben werden.
Eine Herausforderung besteht in der sinnvollen Auswahl der Alternativen. Im einfachen Fall ist es der nächste Takt oder eine disponierte Ersatzfahrt. Komplexer wird die Auswahl, wenn das Betriebskonzept Zwischentakte mit abweichenden Laufwegen vorsieht oder man in dem "Massenmedium Bildschirm im Fahrzeug" auf Fahrgastströme eingehen möchte.
Gruppierung von Anschlüssen
Um die Übersichtlichkeit auf dem Screen oder die Orientierung an der Haltestelle zu erleichtern, können Anschlüsse auch gruppiert werden.
Aus mehreren in UX Research getesteten Varianten erwies sich die Gruppierung nach Straße/Schiene bzw. nach Haltestellenbereichen am wertvollsten.
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Haltestellenbereiche können zusätzlich durch die Einblendung einer Skizze in Zufahrt auf die Haltestelle visualisiert werden.
Taktangabe
Bei Anschlüssen, die in hoher Taktdichte verkehren, ist gerade bei knappen Umsteigezeiten die Angabe des Taktintervalls sinnvoll.
UX Research zeigte, dass Taktintervalle unter 20 Minuten als positiv und hilfreich wahrgenommen werden. Größere Taktabstände wirken hingegen frustrierend bzw. lösen Stress aus, den angezeigten Anschluss auch wirklich zu bekommen.